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Hamburg Hauptbahnhof
Tunnelanlage
Tunnelanlage

Parallel zum Südsteg verläuft unterhalb der Gleisebene der so genannte „Südsteg-Tunnel“. Er war als unterirdische Direktverbindung für Fahrgäste zwischen den Bahnsteigen und der U-Bahn-Haltestelle Hauptbahnhof Süd (U1/U3) gedacht. Er wurde zum Jahreswechsel 1991/92 bis auf die Zugänge zu den beiden S-Bahn-Bahnsteigen verschlossen. Als Grund wurde der häufige Aufenthalt von Drogen- und Alkoholabhängigen dort angegeben. Der S-Bahn-Tunnel über Jungfernstieg nach Landungsbrücken (City-S-Bahn, 1979 Verlängerung nach Altona) endet nördlich der Bahnhofshalle in einem teils unter-, teils oberirdischen Einfädelungsbauwerk. Im Zusammenhang damit wurde östlich der Bahnhofshalle eine dazu parallel verlaufende, zweigleisige Tunnelstation mit Mittelbahnsteig für die nordwärts ausfahrenden S-Bahn-Züge errichtet und 1981 in Betrieb genommen. Über dem Südausgang der Tunnelstation entstand anstelle des früheren Seitenflügels ein quaderförmiges Betriebsgebäude mit metallverkleideter Fassade. Dieses zitiert in seinem Grundriss das gegenüberliegende Klockmannhaus, das wiederum auf seinen östlichen Nachbar Bezug nimmt. Danach wurden die Gleise neu durchnummeriert, die Gleise in der neuen Tunnelstation (Bahnsteig 0) erhielten die Nummern 1 und 2, die bisherigen Gleise 1 bis 12 in der Halle wurden zu den Gleisen 3 bis 14. Gleichzeitig wurde der S-Bahn-Betrieb für die südlich ausfahrenden Züge ausschließlich auf die Gleise 3 und 4 (Bahnsteig 1) verlagert. Am zuvor von der S-Bahn genutzten Gleis 5 (vorher 3) wurde die Stromschiene demontiert, es dient seitdem dem Regional- und Fernverkehr.

Bild/Textnachweiss:
Foto:Lars Brüggemann
Foto:Wolfgang Pehlemann
Text:Bezirk Hamburg-Mitte
Text:Wikimedia
Text:wikipedia.org/Sankt Georg
Text:wikipedia.org/Hauptbahnhof

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